Kann man ohne Studium Karriere machen?
Lange Zeit waren ein Hochschulstudium und ein akademischer Abschluss die Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Das muss heute längst nicht mehr sein. Es geht auch anders – beispielsweise mit einer Ausbildung und einer passenden berufsbegleitenden Weiterbildung.
- Für eine erfolgreiche Karriere brauchen Sie heutzutage nicht zwangsläufig einen Hochschulabschluss.
- Die schnelllebige Arbeitswelt macht ständige Lernbereitschaft unverzichtbar.
- Regelmäßige Weiterbildungen helfen auf dem Laufenden zu bleiben, verbessern die Aufstiegschancen und das Gehalt.
- In Deutschland bieten Hochschulen Weiterbildung für alle an – auch ohne Studium oder Abitur. Was zählt, ist Berufserfahrung.
Jobs ohne Studium
In vielen Branchen brauchen Sie keinen Hochschulabschluss, um einen erfüllenden Beruf mit einem guten Gehalt zu bekommen. Das gilt beispielsweise für viele Handwerksberufe, aber auch Berufe in der Pflege oder im kaufmännischen Bereich. Mit der Ausbildung legen Sie den Grundstein für Ihren Berufsweg – und eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung Ihrer Fähigkeiten und Interessen.
Es gibt viele Wege, die zu Erfolg im Job führen. Sie können als Fachwirt:in in eine Leitungsposition kommen. Sie können sich als Meister:in mit einer eigenen Firma selbständig machen. Oder Sie können sich in einem spannenden Bereich spezialisieren und so eine gefragte Expertin oder ein gefragter Experte werden – wie zum Beispiel die Krankenpflegerin Alexandra Fritz-Singer, die sich auf die Pflege von Krebspatient:innen spezialisiert hat.
Wichtig ist, dass Sie Engagement und Lernbereitschaft mitbringen. Das hilft Ihnen nicht nur bei Ihren persönlichen Zielen, sondern auch, um in der heutigen Arbeitswelt mitzuhalten.
Mehr Erfolg im Beruf – mit Weiterbildung
Früher wurden die Weichen für die berufliche Zukunft direkt nach der Schulzeit gestellt: Entweder ging es in eine Ausbildung oder in ein (berufsorientiertes) Studium. Der erlernte Beruf wurde oft bis zur Rente ausgeübt. Das einmal erworbene Wissen konnte danach im Job über viele Jahre angewandt werden und änderte sich nur langsam.
Doch diese Zeiten sind vorbei. In jedem Beruf kommen immer wieder und immer schneller neue Aufgaben auf jede:n Einzelne:n zu. Diese Entwicklungen erfordern aktuelles Wissen, neue Fähigkeiten und zusätzliche Qualifikationen.
Die Digitalisierung ist einer der Haupttreiber dieser Veränderungen. Sie stellt sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer:innen immer wieder vor neue Herausforderungen stellt, bietet aber auch spannende Möglichkeiten. Wer hier den Anschluss nicht verpassen möchte, muss sich ständig weiterbilden. Das gilt für akademische wie nicht-akademische Berufe gleichermaßen. Denn Weiterbildung ist ein immer wichtiger werdender Baustein in nahezu jedem Beruf – ob mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss.
Deshalb gilt: Egal, ob Sie eine Karriere mit oder ohne Studium angehen wollen – ganz ohne Weiterbildung wird es in Zukunft kaum gehen.
So hilft Weiterbildung Ihrer Karriere
Kann man sich an Hochschulen auch weiterbilden?
Was viele noch nicht wissen: Hochschulen bieten zahlreiche Weiterbildungen an, die auch für Menschen ohne Abitur oder vorheriges Studium geeignet sind. Hier sind alle willkommen, die sich nach Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung weiterentwickeln wollen – zum Beispiel mehr Verantwortung im Unternehmen übernehmen wollen oder sich neue digitale Technologien aneignen müssen. Die Weiterbildungsangebote der Hochschulen richten sich an Menschen jeden Alters, jeder Karrierestufe und jeder Branche.
Schon heute herrscht in vielen Branchen ein enormer Fachkräftemangel, beispielsweise in den Bereichen Soziale Arbeit, Erziehung und Pflege. Dort können gezielte Weiterbildungen helfen, auch ohne Studium Karriere zu machen. Es gibt viele Veranstaltungsformate, die sich explizit an Berufstätige wenden, die über eine Ausbildung oder Berufserfahrung verfügen.
Ist Weiterbildung an Hochschulen nur für Akademiker:innen geeignet?
Ganz und gar nicht! „Studieren ohne Abitur“ ist an deutschen Hochschulen schon lange für Menschen mit Berufserfahrung möglich. Aber auch Fachkräfte, die sich bestimmte Kompetenzen erarbeiten wollen, ohne gleich ein komplettes Studium absolvieren zu müssen, finden im Angebot der Hochschulen eine reiche Auswahl. Es ist für jede:n etwas dabei.

Weiterbildung ohne Studium
Ist eine Weiterbildung an einer Hochschule das gleiche wie ein Studium? Nein, denn die Mehrzahl an hochschulischen Weiterbildungsangeboten ist unterhalb der Studiengangsebene angesiedelt. Das heißt: Diese Weiterbildungen haben einen geringeren Arbeitsumfang als ein kompletter Studienabschluss. Sie sind eher mit einzelnen Seminaren, Modulen oder Teilabschnitten eines Studiums vergleichbar. Dabei reicht das Spektrum von der Abendveranstaltung mit Teilnahmebescheinigung über den mehrwöchigen Zertifikatskurs. Hier finden Sie einen Überblick über die möglichen Abschlüsse.
Für die meisten hochschulischen Weiterbildungen unterhalb der Studiengangsebene brauchen Sie kein Abitur. Sie setzen vor allem Berufserfahrung und -wissen in dem entsprechenden Fachgebiet voraus. Möchten Sie für Ihre persönliche Berufsentwicklung dennoch einen Hochschulabschluss erwerben? Auch das ist mit einer abgeschlossenen Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung in vielen Fällen möglich. Mehr dazu erfahren Sie beim Hochschulkompass.





